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	<title>Olaf Winkler</title>
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	<description>Spiel- und Dokumentarfilme</description>
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		<title>Wolfgang Engler: Corona &#8211; Alles verboten, Hauptsache gesund</title>
		<link>https://olafwinkler.info/corona-alles-verboten-hauptsache-gesund/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 May 2020 09:11:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft verstehen]]></category>
		<category><![CDATA[Wolfgang Engler]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wolfgang Engler veröffentlicht am 21.4.2020 in der Berliner Zeitung einen Artikel und erlaubt mir, ihn zu veröffentlichen. Ich mache ein paar Hervorhebungen. Dann kam Covid-19 und unterwarf die offene Gesellschaft einer schweren Prüfung. Die Pandemie wirft das vertraute Leben aus der Bahn. Das Und-so-Weiter allen Handelns und Erlebens – urplötzlich ausgehebelt. Weiter, ja, aber nicht so; [&#8230;]</p>
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<p><em>Wolfgang Engler veröffentlicht am 21.4.2020 in der Berliner Zeitung einen Artikel und erlaubt mir, ihn zu veröffentlichen. Ich mache ein paar <strong>Hervorhebungen</strong>.</em></p>



<p>Dann kam Covid-19 und unterwarf die offene Gesellschaft einer schweren Prüfung. Die Pandemie wirft das vertraute Leben aus der Bahn. Das Und-so-Weiter allen Handelns und Erlebens – urplötzlich ausgehebelt. Weiter, ja, aber nicht so; Prüfen, Verwerfen von Üblichkeiten, Verbindlichkeiten, Verabredungen.&nbsp;<strong><em>Die Gegenwart zieht ihren Zukunftsschatten ein.</em></strong>&nbsp;Von Tag zu Tag greift die Krise auf immer weiter entfernte Vorhaben zu und legt sie still. Die Systemrelevanz der Tätigkeiten zieht einen harten Trennstrich zwischen denen, die jenseits der Routine weitermachen müssen und Millionen anderer, die zwangsweise pausieren.&nbsp;<strong><em>Was seit der Flüchtlingskrise Menschenrechten geschah, widerfährt nun Bürgerrechten in Form von</em></strong>&nbsp;äußeren und inneren Grenzschließungen, der Aufhebung von Reisefreiheit, Bewegungs- und Versammlungsfreiheit, Ausgangssperren, Leben in der Quarantäne unter polizeilicher Kontrolle, digitalem Tracking; Hauptsache gesund.</p>



<p>Der Ausnahmezustand rechtfertigt umfassende Eingriffe in das Wirtschaftsleben.&nbsp;<strong><em>Einkommen ohne Arbeit werden staatlich garantiert</em></strong>, Sozialtransfers fortgezahlt, ohne deren Empfängern eigens auf den Zahn zu fühlen. Kündigungsschutz für Mieter, die in Verzug geraten, im Eilverfahren durchgewinkt.</p>



<p>Rührte ein vom Berliner Senat beschlossener Mietendeckel zur Linderung der ganz alltäglichen Wohnungsnot nicht noch soeben an den Fundamenten unserer Rechtsordnung? Das Bürgerbegehren zur Enteignung großer privater Wohnungsgesellschaften, gleichfalls ein Berliner Gewächs, findet sein Echo in der Ankündigung der Bundesregierung, Unternehmen, die ins Visier von Hedgefonds geraten, kurzfristig zu verstaatlichen. Berliner Courage nun auch im Machtzentrum von Stadt und Land! Halleluja Berlin<strong><em>! Bedarf regiert und entscheidet auch über Weiterführung oder Abbruch der Geschäfte</em></strong>. Liquidität über den Tag hinaus garantiert in jetziger Lage nur mehr die öffentliche Hand durch das Versprechen unbeschränkter Gewährleistung von Zahlungsfähigkeit: Whatever it takes.</p>



<p><strong><em>Infolge dessen löst sich der Gebrauchswert von Gütern und Dienstleistungen von ihrem Tauschwert, Geld (partiell) von seiner Kapitalfunktion, Rendite abzuwerfen</em></strong>. In seiner Eigenschaft als Zirkulations- und Zahlungsmittel ölt es die Versorgungsketten, so gut es eben geht. Über Leichtigkeit, Schnelligkeit und Ausmaß dieser Unterbrechung der Normalität wird noch lange nachzudenken sein.</p>



<p>Was in der gegenwärtigen Krise und den Maßnahmen zu ihrer Bewältigung grell aufscheint, ist der Nationalstaat als Brennpunkt politischer Handlungsfähigkeit.&nbsp;<strong><em>Nationalstaaten bilden die bis dato umfassendsten soziopolitischen Einheiten zur Herstellung von Konsens über</em></strong>&nbsp;die Einschränkung individueller Freiheiten zur Aufrechterhaltung elementarer gesellschaftlicher Lebensprozesse. Nur sie können den Einzelnen Verbote, Lasten, Verzichtleistungen dieser gravierenden Art auferlegen, auf Befolgung zählen oder sie erzwingen. Sie allein können in Notlagen, die die freiwilligen Zusammenschlüsse der Bürger übersteigen,&nbsp;<strong><em>Gesellschaft als Gemeinschaft inszenieren</em></strong>, Erfahrungen und Erzählungen mobilisieren, Menschen ermutigen, aktivieren, an ihre Grenzen gehen lassen.</p>



<p><strong><em>Offene Gesellschaften einvernehmlich schließen und schrittweise wieder „auftauen“ – das vermögen einzig Autoritäten, die sich auf die Zustimmung der in ihrem Einzugsbereich lebenden Bürger stützen können.</em></strong>&nbsp;Die Kritik am „Vorpreschen “ der Nationalstaaten, am neuen Isolationismus angesichts der Pandemie verwechselt Wunsch und Realität, überschätzt die appellative Kraft und affektive Resonanz dieser Handlungsebenen im neuralgischen Moment des Umschaltens von Weiter-so auf Alarmierung. Überlebenseinheiten im existentiellen Sinn des Wortes bilden auf absehbare Zeit WIR als Franzosen, Italiener, Spanier, Deutsche, WIR als Bayern, Sachsen, Mecklenburger, WIR als Münchner, Leipziger, Berliner etc., und eben weder als Europäer oder Weltbürger, seien es derer auch Hunderttausende.&nbsp;<strong><em>Der heimtückische Erreger evaluiert die Intensität und Verlässlichkeit von Wir-Bindungen, und zwar unparteiisch</em></strong>.</p>



<p>Die Befürchtung, dass Notstandsgesetze die Bedingungen überdauern, die sie hervorriefen, ist nur allzu berechtigt.&nbsp;<strong><em>Die Zentralisierung von Entscheidungsbefugnissen weckt Bedürfnisse, sie beizubehalten, wenn das Schlimmste überstanden ist</em></strong>; ein Problem besonders für föderal verfasste Gesellschaften. Autokratisch regierten Staaten spielt die Suspendierung der Normalität ohnehin in die Karten eines Spiels, in dem ausufernde Überwachung und Kontrolle Trumpf sind. Die Abschottung der Staaten nach außen und innen, unumgänglich zur Eindämmung des Virentransports, blockiert die nicht minder notwendige Kooperation und Hilfe über Ländergrenzen hinweg, ohne die der Pandemie nicht beizukommen ist. Aus der engstirnigen Selbstsorge heraus- und zur Kooperation zurückzufinden, liegt im vitalen Interesse der Nationen. An den Rändern von Hoheitsgebieten zusammengewachsene Landstriche aufzutrennen, Partner in der Not im Stich zu lassen, wie derzeit Italien, das reisst Wunden, die so bald nicht heilen werden; Futter womöglich für die Neue Rechte in den am schwersten betroffenen Ländern: „Europa? – Wozu?!“</p>



<p>Auch besteht kein Grund, den Regierenden blind zu vertrauen.&nbsp;<strong><em>Zweifel an ihrer Eignung als treue, entschlossene Sachwalter des Allgemeinwohls sind vielmehr angebracht. Die einseitige Parteinahme zugunsten der Besitzenden und Bessergestellten, die Hofierung von Selbsthelfertum, Egoismus und sozialer Vergesslichkeit hat den Gemeinsinn der Regierten über Jahrzehnte arg strapaziert.&nbsp;</em></strong>Der Klage von Amtsträgern über Bürger auf dem Egotrip, die den Ernst der Lage noch immer nicht begriffen haben, haftet etwas Scheinheiliges an. Längst ist nicht ausgemacht, ob Lastenverteilung und Schadensabwicklung diesmal gegen alle Regel nach dem Grundsatz der Bedürftigkeit vonstatten gehen.</p>



<p><strong><em>Eine simple Rückkehr zum Status quo ante marktkonformer Politik ist unwahrscheinlich</em></strong>.&nbsp;<strong><em>Der Krisenverlauf in einzelnen Ländern wird ein empirisch fundiertes Urteil über den Zusammenhang von neoliberalem Regime und der Leistungsfähigkeit der jeweiligen Sozialsysteme ermöglichen.</em></strong>&nbsp;Je rigider die Sparzwänge, je durchgreifender die Privatisierung der öffentlichen Daseinsvorsorge, desto größer die Überlastung der Systeme, desto schlechtere Verlaufskurven, desto mehr Infizierte, Alleingelassene, Sterbefälle, das wäre zu erwarten.&nbsp;<strong><em>Trifft die Erwartung ein, steht die Leitideologie unserer Epoche kolossal blamiert am Pranger</em></strong>.</p>



<p>Es wird politischer zugehen in der Welt nach Covid-19, diese Prognose kann man jetzt schon wagen.&nbsp;<strong><em>Nach langen Jahren geistiger Ermattung kehrt der Streit im Grundsätzlichen zurück. Statt nur als verlängerte Gegenwart wird Zukunft als solche wieder denkbar. Das ist die beste Nachricht dieser Tage, Wochen.</em></strong></p>



<p><em>Berliner Zeitung vom 21.4.2020</em></p>
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		<title>Die Affäre (2009): Das fehlende Interesse am Unsympathischen</title>
		<link>https://olafwinkler.info/die-affaere-2009/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Aug 2019 13:44:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Spielfilm]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Affäre (2009) kommt wie ein klassischer Truffaut-Film daher. Stark wie sich die Affäre anbahnt zwischen der Arztgattin Susanne (Kristin Scott Thomas), die zwei fast erwachsene Kinder hat und gerade den Wiedereinstieg in ihren alten Beruf als Physiotherapeutin sucht und dem katalanischen Gelegenheitsarbeiter Ivan (Sergi Lopez), der nach einem Jahr Knast&#160;tapfer versucht Boden unter die [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Affäre_(2009)">Affäre (2009)</a> kommt wie ein klassischer <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/François_Truffaut">Truffaut</a>-Film daher. Stark wie sich die Affäre anbahnt zwischen der Arztgattin Susanne (Kristin Scott Thomas), die zwei fast erwachsene Kinder hat und gerade den Wiedereinstieg in ihren alten Beruf als Physiotherapeutin sucht und dem katalanischen Gelegenheitsarbeiter Ivan (Sergi Lopez), der nach einem Jahr Knast&nbsp;tapfer versucht Boden unter die Füße zu kriegen.</p>



<p>Wie ein Gewitter bricht es über die beiden her. Ich schaue fasziniert zu, wie hier Liebe &#8222;passiert&#8220;, Liebe wie man sie sich wenigstens einmal ins Buch der eigenen Lebenserfahrungen zu schreiben wünscht. Die unberechenbare Gier nach Leidenschaft, Irrationalität, Ausbruch und nach Konsequenz, den Weg der Veränderung zu Ende gehen ohne Rücksicht auf Verluste, ganz der Leidenschaft verpflichtet.</p>



<p>Das ist das Faszinierende an dem Film. Eine zeitlang.</p>



<p>Und dann wechselt der Motor der Story. Der Gegenpart der beiden, ein Dritter, wird zum unsympathischen, störenden Motor &#8211; der eifersüchtige, machtbesessene Arztgatte Samuel (Yvan Attal), der seine Frau nicht ziehen lassen will und an seinem Wahn nach Besitzstandswahrung festhält. </p>



<p>Man ahnt als Suzanne ihrem Mann ziemlich zügig die Affäre gesteht, dass der Film eine böse Wendung, eine „altmodische“ Wendung nehmen wird. Es sei unbestritten, dass es solch „altmodische“ Männer noch gibt, die ihre Frauen nicht gehen lassen wollen. Und es mag sein, dass solch „altmodische“ Mittel wie erpresserischer Geld- und Wohlstandsentzug sowie eine bösartige Intrige nicht auch heute noch zur Anwendung kommen, um die romantische Beziehung von Suzanne und Ivan zu zerstören &#8211; und doch wirkt es altbacken und unzeitgemäß.</p>



<p>Ein Drama, das schließlich in der Erschießung des Arztgatten durch die verzweifelte Suzanne kulminiert, damit Ivan als Opfer einer Intrige nicht wieder in den Knast muss.</p>



<p>Zu wenig Interesse hat die Regisseurin <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Catherine_Corsini">Catherine Corsini</a> an dem „Schuldigen“  (dem gehörnten Ehemann), am &#8222;Unsympathischen&#8220; dieser Tragödie, der wie der Vertreter einer anachronistisches Spezies agiert, für die der echte Truffaut sich gewiss mehr interessiert hätte &#8211; als komisch-psychologisches Studienobjekt  für derlei „negative“ Männer-Figuren im Drama-Dreieck einer Affäre. </p>



<p>Sogesehen ist der Film ist ein zu spät gekommener Truffaut-Film. Ein missglücktes Imitat.<br></p>
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		<title>Wolfgang Engler: Die Ostdeutschen und die Demokratie</title>
		<link>https://olafwinkler.info/wolfgang-engler-die-ostdeutschen-und-die-demokratie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Aug 2019 15:37:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft verstehen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Tagesschau-Kommentar entfacht auf Facebook heftige Reaktionen. Ich beteilige mich und nutze einen Text von Wolfgang Engler zur Argumentation. OW: Der ostdeutsche Soziologe und Philosoph Engler hat in seinem Kurzaufsatz „Die Ostdeutschen und die Demokratie“ m.E. ganz gut beschrieben, was hier los ist. (Ich bin gebürtiger Ostdeutscher und lebe in der sächsischen Provinz.) KG: Olaf [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p><em>Ein <a href="https://www.facebook.com/tagesschau/posts/10157678118234407?comment_id=424366878288736">Tagesschau-Kommentar</a> entfacht auf Facebook heftige Reaktionen. Ich beteilige mich und nutze einen <a href="https://www.rosalux.de/publikation/id/40442/?fbclid=IwAR2PdTB4rO3KgrOE1uy_oKMJ7twKFhHgpmkkMlar2Tlku1Zp_plk6GygH4s#pk_campaign=rls-newsletter&amp;pk_kwd=06-2019">Text von Wolfgang Engler </a>zur Argumentation.</em></p>



<p>OW: Der ostdeutsche Soziologe und Philosoph Engler hat in seinem Kurzaufsatz „Die Ostdeutschen und die Demokratie“ m.E. ganz gut beschrieben, was hier los ist. (Ich bin gebürtiger Ostdeutscher und lebe in der sächsischen Provinz.)</p>



<p>KG: Olaf Winkler, kenne ich schon&#8230;aber das ist eigentlich der Kern meines Posts. Ich will nichts mehr über den Osten lesen, hören, posten, nachdenken&#8230;. Die ach so gequälte Psyche des armen Ostlers analysieren und ihn endlich glücklich machen müssen! Die Welt wird immer brutaler, härter, komplizierter. Jeder hat seine Kämpfe, seine Sorgen und seine Aufgaben&#8230; Die meisten von uns kämpfen sich durch, kommen klar und viele schauen auch noch nach denen, die nicht gut klar kommen. Von SHS bis Bayern klappt das mal mehr oder weniger gut. Wir alle wünschen uns ein sozialetes, menschenfreundlicheres Land. Aber wir zünden dafür nicht die Welt an. Und es wäre nett, wenn der Osten seine Opferrolle mal hintenanstellen würde. Ich glaube viele von uns haben genug davon, den trotzigen Teenie zu pampern, der ständig heult, weil nicht genug Schoko auf dem Keks ist. Und es ist auch immer weniger Geduld da, für Leute, die hirnlose Faschos wählen und das mit einem &#8220; Wendetrauma&#8220; begründen&#8230;.für die Westler hat sich das Land und das Leben &#8217;89 auch massiv verändert, ohne das wir ein Trauma hätten haben dürfen. Vielleicht ist es an der Zeit, das auch wir mal sagen, &#8220; Wir sind das Volk und ihr nervt !&#8220;</p>



<p>OW: Dass man den Unterschied „Ostdeutsche “ und „Westdeutsche“ noch immer aufmacht, mag ärgerlich sein für die tapfere „Einheitssehnsucht“ &#8211; und dennoch gibt es auf der politischen Landkarte diesen auffälligen Ost/West- „Farbunterschied“. Während im Westen Deutschlands der Aufschwung der Rechskonservativen/Rechtsradikalen in der sozialen Mitte eher wieder abnimmt, hat er sich im Osten Deutschlands verfestigt. Und die Landtagswahlen werden dies sicher bekräftigten: Die Rechskonservativen/Rechtsradikalen besetzen die Mitte der ostdeutschen Gesellschaft. Eine fürchterliche Masseninfektion. Interessant finde ich, dass Engler bei seiner Ost-Diagnose (hinsichtlich des „Farbunterschieds“), dies wäre ein unmittelbares sozialpsychologisches „Erbe der DDR selbst“ &#8211; dieses Argument entkräftet. Er verschiebt nämlich (mich) überzeugend den historischen Ausgangspunkt der Diagnose! Es geht nicht mehr darum, OB es an der DDR selbst liegt, sondern daran WIE die untergegangene DDR-Gesellschaft (mit all ihren Phänomenen) in die Bundesrepublik „integriert“ wurde. <br>Engler spricht von dem Paradox: GEWINN an politischer Selbstbestimmung bei gleichzeitigem VERLUST an sozialökonomischer Selbstbestimmung. Und das hallt jetzt kräftig nach. Peng!</p>



<p>Und dann bringt Engler diesen Punkt: „Die Lehre aus diesem Dilemma ist einfach, jeder, der seinen Verstand gebraucht, kann sie verstehen. Ein derart umfassender und radikaler gesellschaftlicher Umbau, wie er sich im Osten Deutschlands nach 1990 vollzog, muss in allererster Linie die Ressourcen und die Kraft der einheimischen Bevölkerung stärken. Die schnell um sich greifende sozialökonomische Demobilisierung der Ostdeutschen war ein Unglück, das sich nicht hätte ereignen dürfen, und dessen nun allseits sichtbare Ausläufer das ganze Land betreffen.“ </p>



<p>Und jetzt hat er ihn &#8211; meiner Meinung nach &#8211; den entscheidenden Punkt, er hat den TIEFEREN Infektionsherd eingekreist, aus dem sich dieses neue Phänomen Rechtskonservatismus/Rechtsradikalität in der sozialen Mitte des Osten wie ein Virus verbreitete. Im Osten brauchte es (nur noch) eines AUSLÖSERS. Und das war das Migrationsthema, an dem hier alles explodierte. (Wie 1929/33 als die Juden, Sozis, Kommunisten, Schwule, Zigeuner usw. herhalten mussten vor dem Hintergrund des verlorenen Weltkrieges/Versaille Verträge. Diese Ähnlichkeit ist gruselig und ebenso gruselig ist die Blindheit jener im Osten, die auf dieses politische Prinzip Rechtskonservatismus/Rechtsextremismus erneut reinfallen.)</p>



<p>Engler schreibt übrigens:<br>„Der Auftrieb der Neuen Rechten bewirkte eine Repolitisierung der Gesellschaft, die bis heute anhält. Die Wahlbeteiligung steigt, die Profile der Parteien schärfen sich, die derweil weitverzweigten Kanäle der öffentlichen Meinungsbildung reflektieren die wachsende Polarisierung der Gemüter und verstärken sie zugleich. Der Druck, selbst Stellung zu beziehen, wächst. Zuschauer des politischen Geschehens werden zu Akteuren. Und das ist gut so.<br>Wer handelt, trifft Entscheidungen, die so, aber auch anders möglich wären. Behaupte niemand, die Umstände diktierten seinen Willen, denn das ist eine Lüge. Noch die drückendsten Lebensbedingungen bringen eine Vielfalt individueller Antworten hervor. Es gibt, um wieder den Osten ins Spiel zu bringen, Dutzende von Gründen, warum professionelle Frustverstärker hier solchen Zulauf finden. Kein einziger legitimiert den Beitritt ins Lager der Neuen Rechten. Es gibt keinen Notstand, auch keinen sozialen, auf den man sich bei dieser Option berufen könnte.“<br>Okay?</p>



<p>(<em>Aus einer <a href="https://www.facebook.com/tagesschau/posts/10157678118234407?comment_id=424366878288736">Facebook-Diskussion</a> am 02.08.19</em>)</p>
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		<item>
		<title>&#8222;Wunder&#8220; (2017): Die Kunst des Perspektiv-Wechsels und des Code-Switchings</title>
		<link>https://olafwinkler.info/code-switching-die-kunst-des-perspektiv-wechsels/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Apr 2019 21:13:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Spielfilm]]></category>
		<category><![CDATA[Über das Filmemachen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Wunder des amerikanischen Spielfilms  &#8222;Wunder&#8220; (2017) liegt hier nicht so sehr in der Story begraben oder in einer Figur, die &#8222;Wundersames&#8220; bewältigt, obgleich dies für die Rechtfertigung des Filmtitels durchaus ausreichen würde. Es geht darüber hinaus. Die Story: Den durch einen Gen-Defekt im Gesicht entstellten Fünftklässler August &#8222;Auggie&#8220;  gelingt der angstbesetzte Wechsel vom Home Schooling [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="p1">Das Wunder des amerikanischen Spielfilms  <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Wunder_(Film)">&#8222;Wunder&#8220;</a> (2017) liegt hier nicht so sehr in der Story begraben oder in einer Figur, die &#8222;Wundersames&#8220; bewältigt, obgleich dies für die Rechtfertigung des Filmtitels durchaus ausreichen würde. Es geht darüber hinaus.</p>
<p class="p1">Die Story: Den durch einen Gen-Defekt im Gesicht entstellten Fünftklässler August &#8222;Auggie&#8220;<span class="Apple-converted-space">  </span><em>gelingt</em> der angstbesetzte Wechsel vom Home Schooling in eine „richtige“ Schule. Es <em>gelingt</em> ihm erfolgreich dem erwarteten Schul-Mobbing zu entkommen, das freilich zunächst eintritt, gewissermaßen einem sozialen &#8222;Naturgesetz&#8220; folgend, wenngleich sich alle abmühen, es nicht zuzulassen (aber man weiß ja, wie grausam Kinder untereinander und gegeneinander sein können). Dem naturwissenschaftlich hochbegabten Auggie <em>gelingt</em> es seine depressive Resignation abzuwerfen, als ewiger nicht anerkennenswürdiger Außenseiter gelten zu müssen. Kurzum: Durch die Erlebnisse erzählerisch clever organisierter Enttäuschungen hindurch, <em>gelingt</em> hier ein Paradebeispiel an gelungener Integration (neusprech: &#8222;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Inklusion_%28Soziologie%29">Inklusion</a>&#8222;). Aber das scheint mir hier eben nicht das eigentliche Wunder zu sein.</p>
<p class="p1">Das eigentliche Wunder verbirgt sich in der Meta-Ebene der Story, in der Form des Erzählens. Es verbirgt sich in einer  didaktischen, ja &#8222;politischen&#8220; Geste der Macher gegenüber dem Zuschauer und den Figuren. Diese Geste macht die Rezeptur des Wunders aus.</p>
<p class="p1">Diese Geste beruht im Wesentlichen auf den eingewobenen Perspektiv-Wechseln weg von Auggie hin zu den beteiligten Mobbing-Akteuren. Die überraschenden Perspektiv-Wechsel decken auf, was Kinder zu Mobbing-Verhaltensstrategien greifen lässt und welche Urquellen des Phänomens „Mobbing“ sich meist dahinter verbergen, nämlich unbewältigte (das Mobbing auslösende) Konflikte der Eltern.</p>
<p class="p1">Kurz umrissen sind das:<br />
Auggies Schwester Olivia muss durch ihre Eltern Isabel (Julia Roberts) und Nate (Owen Wilson) eine gewisse Zurücksetzung ihrer Person zugunsten ihres Bruders Auggie erdulden.<br />
Auggies erster Schulfreund Jack biedert sich aufgrund seines geringen sozialen Status&#8216; dem „fiesen“ Mitschüler Justin an und verrät Auggie zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt.<br />
Olivias Freundin Miranda bricht aus Scham gegenüber der zerrütteten Paarbeziehung ihrer Eltern, den für Olivia und Auggie so wichtigen Kontakt ab.</p>
<p class="p1">Was vom Zuschauer zunächst als Mobbing-Verhalten &#8222;kodiert&#8220; wird, was ihn erregt, aufwühlt und als höchst enttäuschend-ungerecht empfunden wird, dies zerstört der Perspektiv-Wechsel umgehend. Der Zuschauer muss durch die neuen Informationen des Perspektiv-Wechsels gewissermaßen seine Wahrnehmung korrigieren und &#8222;umkodieren&#8220;. Eine Art <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Code-Switching">Code-Switchin</a>g vollziehen. &#8222;Einfacher&#8220; gesagt, es findet im Erzählfluss eine empathische Relativierung der Mobbing-Verhaltens für den Zuschauer UND für die Figuren statt. Dies ermöglicht im Finale das Wunder der Konflikt-Auflösung und der gegenseitigen Wertschätzung &#8222;abweichenden&#8220; (dramatischen) Verhaltens und ihrer Akteure. Der Film wird zur Lehrstunde der verblüffenden, wundersamen Wirkung von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Empathie">Perspektiven-Wechsel</a>.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://olafwinkler.info/code-switching-die-kunst-des-perspektiv-wechsels/">&#8222;Wunder&#8220; (2017): Die Kunst des Perspektiv-Wechsels und des Code-Switchings</a> erschien zuerst auf <a href="https://olafwinkler.info">Olaf Winkler</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Andreas Dresen’s Gundermann-Film:  Ein U-Boot-Film</title>
		<link>https://olafwinkler.info/andreas-dresens-gundermann-film-ein-u-boot-film/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Aug 2018 19:38:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Spielfilm]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Fangen wir an einem entferten Punkt an um dann auf den Punkt zu kommen. Felix Bartels trifft irgendwie schon ins Schwarze, wenn er in der „Jungen Welt“ schreibt: „Eastereggs verdecken gern dramaturgische Schwächen, hier müssen sie das nicht (Drehbuch: Laila Stieler). Das Geschehen springt zwischen zwei zeitlichen Ebenen, einer frühen, die Gundermanns Leben in der [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Fangen wir an einem entferten Punkt an um dann auf den Punkt zu kommen. Felix Bartels trifft irgendwie schon ins Schwarze, wenn er in der <a href="https://www.jungewelt.de/artikel/338403.kino-gewaltige-landnahme.html">„Jungen Welt“</a> schreibt:</p>
<p><em>„</em>Eastereggs verdecken gern dramaturgische Schwächen, hier müssen sie das nicht (Drehbuch: Laila Stieler). Das Geschehen springt zwischen zwei zeitlichen Ebenen, einer frühen, die Gundermanns Leben in der DDR zeigt, und einer späten, die die BRD zumindest als Setting hat. Die Sprünge sind abrupt, doch selten verwirrend. (&#8230;) Das funktioniert, weil die Erzählweise personal, Gundermann also in jeder Szene präsent ist. Auf die Art reagieren beide Erzählungen aufeinander.“</p>
<p>„Dresen und Stieler haben sich allerdings entschieden, den Schwerpunkt auf das Stasi-Thema zu legen. So korrespondieren beide Ebenen nur scheinbar miteinander, da auch die BRD-Zeit bloß von der DDR, deren Bewältigung nämlich, handelt. Unter den Tisch fällt das eigentliche Thema Gundermanns: die Tragödie des Kommunisten, der in den Kapitalismus geworfen ist und diese Transformation verarbeiten muss. Der wirtschaftliche Ausverkauf, die Kulturvernichtung, die Demütigung und Unterwerfung, die gewaltige Landnahme durchs Kapital, das die Menschen bis ins Innerste deformiert &#8211; alles, was Menschen von heute beschämen, ihre Annahme, in der überlegenen Epoche zu leben, irritieren könnte, kommt nicht vor, und damit wird der Film selbst zum Akt der Unterwerfung.“</p>
<p>Felix Bartels ist so daneben überhaupt nicht, jedoch er verkennt die eigentliche verborgene, strategische Grundsatzentscheidung, die Andreas Dresen und Laila Stieler trafen: Der Film ist wie ein U-Boot konzipiert, das die alte (westdeutsche) Deutungshoheit über den Osten und die Stasi emotional und extrem wirkungsvoll verdichtend unterläuft. Eine Deutungshoheit, die von Anbeginn mit vereinfachten Erklärungsmustern arbeitete, die wir im Osten neurotisch übernnahmen, weil uns die Ausdrucksfähigkeit und die -Lust bislang fehlte zu überzeugender Differenz. Das eigentlich Paradoxe ist, dass, wer genau hinhört, Gundermann selbst in seinen Texten und Liedern die Differenz schon (indirekt) geliefert hat und uns nun als Film-Figur liefert &#8211; in Form von tiefer dialektischer Melancholie.</p>
<p>Dresen und Stieler sind indes handwerklich enorm abgebrüht. Sie nutzen eiskalt die funktionierenden Genre-Schablonen, die der Stoff selbst bietet: eine exzellente Lovestory (ein klug gezeichnetes Drama-Dreieck: Eine Frau zwischen zwei Männern), eine kantige Rebellen-Story (ein romantisch-revolutionärer Idealist gegen einen übermächtigen Apparat), eine menschlich-wärmendes Milieu-Setting (proletarisch-reflektierter Held in einer vergänglichen Arbeitswelt &#8211; „was wir am Morgen ausgebaggert haben, ist mittags schon verfeuert“). Sie pflanzen die Stasi-Story gleich am Anfang, lassen sie ruhen, bis wir eingewickelt sind von „Gundi“, um dann zum heikle Punkt vorzustoßen: zur Stasie-Story. Und alles durchgespielt in den szenischen Anmutungen einer tragi-komischenschen Erzählweise.</p>
<p>Wichtig hier an dieser Stelle zu erwähnen, wer sich für das Original interessiert: die beiden Dokumentarfilme von Richard Engel und Petra Kelling über Gundermann sind vermutlich am dichtesten dran am authentischen Gundermann. Sie lassen die Stasi-Geschichte aus, aber es wird deutlich, dass Gundi in seinen letzten Jahren vermutlich gar nicht so sehr an der Stasi litt, wie der Dresen-Film suggeriert, sondern vor allem an der gesellschaftlichen und persönlichen Transformation der Arbeit von ihrer „kollektiv-sozialistischen“ in ihre marktförmige Gestalt.</p>
<p>Insofern trifft Felix Bartels eben doch ins Schwarze: Lailer Stieler und Andreas Dresen schießen streng genommen am „Wesen“ eines Menschen und der Sache vorbei, weil sie sich mit handwerklicher Raffinesse für die naheliegende historische „Erscheinung“ einer Sache (das Stasi-Unrecht) und eines ihrer Subjekte (Gundermann) entschieden haben und den „einfachen“ Zuschauer da abholen, wo er als historisch Lernender gerade steht und medial geformt ist. Scheiß auf die philosophisch tiefere Wahrheit! Führe den Zuschauer am Nasenring aus einer kulturellen Hegemonie heraus in ein neues Feld der Deutungsmöglichkeiten. Das nenne ich clever. Ein Schritt nach den andern setzen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://olafwinkler.info/andreas-dresens-gundermann-film-ein-u-boot-film/">Andreas Dresen’s Gundermann-Film:  Ein U-Boot-Film</a> erschien zuerst auf <a href="https://olafwinkler.info">Olaf Winkler</a>.</p>
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