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	<title>Was ist eine Geschichte? Archive - Olaf Winkler</title>
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	<description>Spiel- und Dokumentarfilme</description>
	<lastBuildDate>Fri, 24 Aug 2018 20:01:02 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Bonitzer’s Polaritäten</title>
		<link>https://olafwinkler.info/bonitzers-polaritaeten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Jun 2018 22:33:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Was ist eine Geschichte?]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der französische Drehbuchautor und Regisseur Pascal Bonitzer (*1946) schreibt: „Eine Geschichte ist etwas anderes. In ihr wird eine bestimmte Idee als Problem dargestellt und durch Figuren, die deren vielfältige Verkörperung sind, ins Spiel gebracht.“ Bonitzer formuliert zwei Polaritäten fürs „Denken in Geschichten“ (als besonderer Form des Denkens). Zum einen: Eine „Idee“ ist an sich noch [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://olafwinkler.info/bonitzers-polaritaeten/">Bonitzer’s Polaritäten</a> erschien zuerst auf <a href="https://olafwinkler.info">Olaf Winkler</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Der französische Drehbuchautor und Regisseur Pascal Bonitzer (*1946) schreibt: „Eine Geschichte ist etwas anderes. In ihr wird eine bestimmte Idee als Problem dargestellt und durch Figuren, die deren vielfältige Verkörperung sind, ins Spiel gebracht.“</p>
<p>Bonitzer formuliert zwei Polaritäten fürs „Denken in Geschichten“ (als besonderer Form des Denkens).</p>
<p>Zum einen: Eine „Idee“ ist an sich noch kein „Problem“, sie muss beim Geschichten-Erfinden erst in dieses umgedacht werden. Vermutlich gilt auch der umkehrte Weg: Das Entdecken einer Idee in einem Problem. Bleibt die Frage, wie man das technisch macht. Wie verwandelt man das eine in das andere?</p>
<p>Zum anderen: In einer Geschichte werden „Figuren“ ins Spiel und in Stellung gebracht – als „Verkörperung“ der Idee (die zuvor in eine Problem umgewandelt wurde). „Figuren“ werden also „Verkörperung“. Auch hier gilt wohl die Umkehrung: In einer instinktiv ausgeschrieben Figur (sprich – einer „unbegriffenen Verkörperung“) lässt sich mit einer gewissen Denk-Anstrengung die Verkörperung einer Problem-Idee entdecken. Aus Ideenverkörperung werden Figurenkörper. Oder eben aus Figurenkörper werden Ideenkörper. Auch hier gilt: Wie macht man das eigentlich technisch?</p>
<p>Kurzum, Bonitzers Polaritäten könnten Hinweise geben, was dem Schreiber beim Erfinden seiner Geschichte passiert: 1) Er schreibt sich hemmungslos aus einer glasfeinen Idee in ein milchig-sinnlich-dunkles Problem hinein – und umgekehrt. 2) Er schreibt sich von einer willkürlich-unbändigen Figur in eine strenge Ideenverkörperung hinein – und umgekehrt.</p>
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		<title>Lektüre Bernhard Schlink: Johann Sebastian Bach auf Rügen</title>
		<link>https://olafwinkler.info/lektuere-bernhard-schlink-johann-sebastian-bach-auf-ruegen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Nov 2017 14:47:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Was ist eine Geschichte?]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Mann will endlich mal all die unbesprochenen Dinge bereden mit seinem 82-jährigen Vater, den er und seine Schwester als Erwachsene kaum erlebten. Er organisiert eine Reise auf die Insel Rügen. Der Vater mag das Meer. Auf der Insel findet ein Bach-Musikfestival statt. Der Vater mag Bach. Doch vergeblich, außer zu Bachs Werken äußert sich [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Mann will endlich mal all die unbesprochenen Dinge bereden mit seinem 82-jährigen Vater, den er und seine Schwester als Erwachsene kaum erlebten. Er organisiert eine Reise auf die Insel Rügen. Der Vater mag das Meer. Auf der Insel findet ein Bach-Musikfestival statt. Der Vater mag Bach. Doch vergeblich, außer zu Bachs Werken äußert sich der Vater kaum. Der Sohn gibt auf, keine Fragen mehr an den Vater. Auf der schweigsamen Rückreise überrascht sie ein Gewitter. Sie warten unter einer Brücke die Schütte ab. Und hören Bach-Mottete. „Du bist mein, weil ich dich fasse und dich nicht, oh mein Licht, aus dem Herzen lasse.“ Und schließlich: „Wir sind wie das Gras, eine Blume, fallendes Laub, so der Wind drüber weht, ist es nicht mehr da.“ Der Sohn erlebt seinen schweigenden Vater, den Bach-Kenner, weinend neben sich. Und begreift – irgendwie – wer sein Vater ist. Wer er jetzt ist. „Hatten ihn seine Kinder mit ihren Wandlungen, ihren Irrungen und ihrem Aufbegehren so traurig gemacht, dass er sie nicht sehen mochte? ‚Schade, dass sie größer werden‘, hatte sein Vater zu seiner Tochter gesagt, als er ihre zweijährigen Zwillinge bei Mutters siebzigsten Geburtstag kennen lernte.&#8217;“ Lange auf die falsche Sprache gesetzt, um sich den ‚alten Herrn‘ in die eigne Sprache zu übersetzen.</p>
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		<title>Lektüre Bernhard Schlink: „Reise in den Süden“</title>
		<link>https://olafwinkler.info/869698-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Nov 2017 14:41:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Was ist eine Geschichte?]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Der Tag, an dem sie aufhörte ihre Kinder zu lieben, war nicht anders als andere Tage. Eine alte Frau wendet sich an ihrem Geburtstag genervt von ihren Kindern (4 Stück) und Enkeln (13 Stück) ab. Was den Anlass gibt ist ein Zeitungsfoto, auf dem sie ihren Ex-Ehemann Helmut mit seiner neuen Frau und ihren Kindern+Enkeln entdeckt &#8211; anlässlich seines Geburtstages. Das tut weh, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://olafwinkler.info/869698-2/">Lektüre Bernhard Schlink: „Reise in den Süden“</a> erschien zuerst auf <a href="https://olafwinkler.info">Olaf Winkler</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>„Der Tag, an dem sie aufhörte ihre Kinder zu lieben, war nicht anders als andere Tage. Eine alte Frau wendet sich an <em>ihrem</em> Geburtstag genervt von ihren Kindern (4 Stück) und Enkeln (13 Stück) ab. Was den Anlass gibt ist ein Zeitungsfoto, auf dem sie ihren Ex-Ehemann Helmut mit seiner neuen Frau und <em>ihren</em> Kindern+Enkeln entdeckt &#8211; anlässlich <em>seines</em> Geburtstages. Das tut weh, da sie das eigene Leben „pflichtgemäß“ geführt hatte, den Bedürfnissen anderer untergeordnet. „Liebe ist keine Sache des Gefühls, sondern des Willens,“ hatte sie von der Mutter gelernt. Sinn, der plötzlich verdampft angesichts der Erkenntnis eines nicht richtig gelebten Lebens? Ärger, der sich verhärtet in Bitterkeit. Unmut gegenüber den lebensroutinierten Kindern, dem glücklichen Ex-Ehemann.</p>
<p>Da folgt sie einem Impuls und reist, begleitet von einer Enkelin, die von der Familie zu Dauerbetreuung abgestellt und bezahlt wird, in die Stadt ihrer Jugend, wo sie einst von ihrer großen Liebe verlassen wurde. Die Enttäuschung ihres Lebens. Dank der Enkelin findet sie den damaligen Geliebten – einen einarmigen Mann, Adalbert. Damals ein wunderbarer Tänzer, Philosophie-Student. („Ich bin sicher, dass er dich ebenso geliebt hat wie du ihn. Kennst du den Spruch: ‚Now, if not forever, is sometimes better than never‘?“) Adalbert lebt nun als Witwer, seine etwas autistische Tochter in den USA. „Ich habe mal darüber geschrieben, dass die großen Lebensentscheidungen nicht richtig oder falsch sind, dass man nur verschiedene Leben lebt. Nein, ich denke nicht dass dein Leben schief gelaufen ist.“</p>
<p>Doch es kommt noch dicker. Nicht er hatte sie verlassen, sondern sie ihn. Sie hatte es verdrängt, wie es „wirklich“ war. Und so kommt zurück, was damals geschah: „Ich hatte Angst vor dem Leben mit Adalbert, vor der Armut, in der er aufgewachsen war und die ihm nichts ausmachte, vor seinen Gedanken, die ich nicht verstand, vor dem Bruch mit meinen Eltern. Helmut war meine Welt, und ich bin in meine Welt geflüchtet.“ Und weiter: „Als ich in meiner alten Welt und mit Helmut nicht glücklich wurde, habe ich Adalbert nicht verziehen, dass er meine Ängste nicht gesehen und mir nicht geholfen, mich nicht gehalten hat. Ich habe mich von ihm verlassen gefühlt, und die Erinnerung hat alles in die Szene gefasst, als er auf dem Bahnsteig Abschied genommen hat.“</p>
<p>Was für eine große Verkennung! Ein Umschreiben von Geschehen in eine erträglichere Wahrheit. Die Enttäuschung über ihre Ehe mit Helmut, die nun auch noch aufgeladen wurde mit der Enttäuschung über Adalbert. Frachtverkehr. Unkenntlich, was man selbst eigentlich wollte. Und unkenntlich die eigene Angst, der man sich nicht gestellt hat. Eine klassische Geschichte vom Bedürfnis abgewandtem Lebens.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://olafwinkler.info/869698-2/">Lektüre Bernhard Schlink: „Reise in den Süden“</a> erschien zuerst auf <a href="https://olafwinkler.info">Olaf Winkler</a>.</p>
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		<title>Grundsätzliches: Zwei Perspektiven auf Dasselbe</title>
		<link>https://olafwinkler.info/grundsaetzliches-zwei-perspektiven-auf-dasselbe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 31 Jul 2017 15:30:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Was ist eine Geschichte?]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Animiert durch eine befreundete, arbeitswütige Sozialpädagogin, las ich mich vor einigen Jahren durch den Bücher-Meter einer (ursprünglich amerikanischen) Therapie-Schule, die mich seitdem nicht mehr loslässt – und die fast „jüngerhafte“ Züge in mir entfachte – die sogenannten radikale &#8222;lösungsfokussierte&#8220; Schule im Unterschied zur mehr &#8222;problem-lösungsorientierten&#8220;, systemischen Schule als auch  zur faszinierenden psychoanalytischen Schule. Entwickelt und [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://olafwinkler.info/grundsaetzliches-zwei-perspektiven-auf-dasselbe/">Grundsätzliches: Zwei Perspektiven auf Dasselbe</a> erschien zuerst auf <a href="https://olafwinkler.info">Olaf Winkler</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Animiert durch eine befreundete, arbeitswütige Sozialpädagogin, las ich mich vor einigen Jahren durch den Bücher-Meter einer (ursprünglich amerikanischen) Therapie-Schule, die mich seitdem nicht mehr loslässt – und die fast „jüngerhafte“ Züge in mir entfachte – die sogenannten radikale <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%B6sungsorientierte_Kurztherapie">&#8222;lösungsfokussierte&#8220; Schule</a> im Unterschied zur mehr &#8222;problem-lösungsorientierten&#8220;, systemischen Schule als auch  zur faszinierenden psychoanalytischen Schule.</p>
<p>Entwickelt und vertreten wurde und wird die lösungsfokussierte Schule durch <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Steve_de_Shazer">Steve de Shazer</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Insoo_Kim_Berg">Kim Soon Berg</a>, Therese Steiner, Peter DeJong, Yvonne Dolan u.v.a.</p>
<p>Was mich hier unverändert fasziniert ist die unerbittlich-kooperative Art der Beziehung zwischen Therapeut und Klient, das originelle Repertoire an Fragetechniken und die verblüffenden, oft paradoxen Lösungsansätze für die sogenannten &#8222;beklagenswerten Zustände&#8220; des Klienten, die er selbst definiert.</p>
<p>Verkürzt gesagt ist der Ausgangspunkt der &#8222;Lösungsfokussierten&#8220; doppelt:</p>
<p>Zum einen begegnen sich im klassischen Therapeut-Klient-Verhältnis hier zwei gleichwertige Experten auf Augenhöhe. Der Klient als Experte seines eigenen Lebens und der Therapeut als Experte für Fragen, die er gemeinsam mit dem Klienten bearbeitet. Fragen, die den &#8222;Klienten&#8220; in die Lage versetzen, für sich Antworten zu finden für seinen &#8222;beklagenswürdigen Zustand&#8220; sowie Lösungspotentiale anzuzapfen, welche er als angemessen empfindet. Lösungspotentiale, welche er außerhalb des therapeutischen Rahmens in selbstbestimmten Handlungen auf ihre Brauchbarkeit hin testet und durchspielt.</p>
<p>Zum anderen gehen die &#8222;Lösungsfokussierten&#8220; davon aus, dass man den &#8222;beklagenswerten Zustand&#8220; aus zwei Perspektiven anschauen kann: Vom &#8222;Wurst&#8220;-Ende des Problems aus und vom &#8222;Wurst&#8220;-Ende der (noch nicht gefundenen) Lösung. Dieser Perspektiv-Unterschied hat enorme Konsequenzen auf die Art und Weise des Wahrnehmens und Beschreibens, des Fragens und Nachdenkens der Beteiligten. Vertiefe ich mich in Studien, Erklärungen und Kausal-Beschreibungen des &#8222;beklagenswerten Zustandes&#8220; als Problem? Oder ignoriere ich konsequent jegliche Problembeschreibung – und begebe mich sofort auf die Suche nach Lösungsansätzen?</p>
<p>Eine zunächst abschreckende Herangehensweise, hat man doch sein Problem irgendwie &#8222;lieb&#8220; gewonnen und selbst schon – oft mit eloquenter Unterstützung anderer – ausführlich ausgedeutet… Nun, allein schon die Definition des tatsächlich &#8222;beklagenswerten Zustandes&#8220;  ist aus der Perspektive der &#8222;Lösungsfokussierten&#8220; oft verblüffend und faszinierend…</p>
<p>Der Spielcharakter dieses Ansatzes rückt das Ganze in ein erfrischendes Auffassen von Story-Kernen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://olafwinkler.info/grundsaetzliches-zwei-perspektiven-auf-dasselbe/">Grundsätzliches: Zwei Perspektiven auf Dasselbe</a> erschien zuerst auf <a href="https://olafwinkler.info">Olaf Winkler</a>.</p>
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