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Die acht Lebenskrisen des Menschen (8)

06.11.2013

Aus den Arbeitsblättern von Svea Lehmann zum Studium der eigenen Lebensaufgaben – nun, zum Abschluss, die letzte:

8. Stadium – reifes Erwachsenenalter
Integrität vs. Verzweiflung
„Ich bin, was ich mir angeeignet habe.“

Der letzte Lebensabschnitt stellt den Menschen vor die Aufgabe, auf sein Leben zurückzublicken. Anzunehmen, was er getan hat und geworden ist und den Tod als sein Ende nicht zu fürchten.
Das Gefühl noch einmal leben zu müssen, vielleicht um es dann besser zu machen, Angst vor dem Tod, führt zur Verzweiflung. Setzt sich der Mensch in dieser Phase nicht mit dem Alter und Tod auseinander (und spürt nicht die Verzweiflung dabei), kann das zur Anmaßung und Verachtung dem Leben gegenüber führen (dem eigenen und dem aller).
Wird die Phase jedoch erfolgreich gemeistert, erlangt der Mensch das, was Erikson Weisheit nennt – dem Tod ohne Furcht entgegensehen, sein Leben annehmen und trotzdem die Fehler und das Glück darin sehen können.
Fixierung zeigt sich in Abscheu vor sich und anderen Menschen, unbewusste Todesfurcht.


Die acht Lebenskrisen des Menschen (7)

14.10.2013

Zum Studium der eigenen Lebensaufgaben weiter in den Arbeitsblättern von Svea Lehmann (upps, das ist ja meine gegenwärtige):

7. Stadium – Erwachsenenalter
Generativität vs. Stagnation
„Ich bin, was ich bereit bin zu geben.“

Generativität bedeutet die Liebe in die Zukunft zu tragen, sich um zukünftige Generationen zu kümmern, eigene Kinder großzuziehen. Erikson zählt dazu nicht nur eigene Kinder zu zeugen und für sie zu sorgen, er zählt dazu auch das Unterrichten, die Künste und Wissenschaften und soziales Engagement. Also alles, was für zukünftige Generationen „brauchbar“ sein könnte. Stagnation ist das Gegenteil von Generativität: sich um sich selbst kümmern und um niemanden sonst.

Zu viel Generativität heißt, dass man sich selbst vernachlässigt zum Wohle anderer. Stagnation führt dazu, dass andere uns ablehnen und wir andere. Niemand ist so wichtig wie wir selbst. Wird die Phase erfolgreich abgeschlossen, hat man die Fähigkeit zur Fürsorge erlangt ohne sich selbst dabei aus den Augen zu verlieren. Fixierungen können sich zeigen: In einer übermäßigen Bemutterung, in Leere und Langweile oder in zwischenmenschlicher Verarmung.


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